Die Dreimonatskoliken überstehen

In der Schwangerschaft ist mir der Begriff „Dreimonatskoliken“ zwar schon mal begegnet, aber ich habe mir keine weiteren Gedanken darüber gemacht. Irrtümlicherweise, dachte ich sogar, dass die Koliken NACH den ersten 3 Monaten einsetzen und das Ganze daher noch in ferner Zukunft sei. Als klein N. dann aber bereits nach wenigen Wochen, immer öfter und von Tag zu Tag heftiger von Bauchschmerzen/-Krämpfen heimgesucht wurde, waren wir mittendrin und ich absolut nicht auf die Situation vorbereitet. Ein Hoch auf die Hebamme! Diese hilft euch, soweit sie kann, in solchen Fällen natürlich mit ihrem Wissen weiter.

Dennoch möchte ich mit diesem Beitrag festhalten, was uns geholfen hat, denn wir haben einiges ausprobiert.

Was sind die Dreimonatskoliken?

Doch zunächst: Was sind die Dreimonatskoliken eigentlich? In den ersten 3 Monaten kann es bei einigen Babys vermehrt zu starken Bauchweh/-Krämpfen kommen. Die Bauchschmerzen werden meistens Nachmittags stärker und bei uns war es so, dass sie sogar beim Trinken stärker geworden sind. Die Ursachen für die Dreimonatskoliken sind bisher nicht eindeutig geklärt. Die gute Nachricht: in den Meisten Fällen hält es keine 3 Monate an!

Nach Absprache mit der Hebamme haben wir aber folgende Dinge probiert, die ich zuerst kurz vorstellen möchte und am Ende verrate ich euch, was am Besten geholfen hat (mein Beitrag ist aus Sicht einer Fläschchen gebenden Mami entstanden):

  • Wärmekissen/Bauchmassagen
  • BiGaia Tropfen*: Bei den Tropfen handelt es sich um ein probiotisches Präparat. Sie enthalten Bakterien, die die Darmflora mit Hilfe dieser Kur aufbauen sollen.
  • Beba Comfort*: Spezialnahrung mit verringertem Laktosegehalt und zusätzlichen Milchsäurekulturen. Comfort Nahrung gibt es natürlich auch von anderen Herstellern, wir haben auf Rat der Hebamme die Beba Comfort gewählt.
  • Anti Colic Flaschen*: Bei Anti Colic Flaschen von Mam, kann die überschüssige Luft durch den Boden entweichen und so gelangt diese nicht ins kleine Babybäuchlein.
  • Die Milch mit einem Löffel anrühren/ Flasche nicht schütteln: Durch das Schütteln der Flasche entstehen Luftblasen, das lässt sich vermeiden in dem man die Flasche mit einem Löffel umrührt.
  • Windsalbe*: Eine Salbe mit Kümmelöl zur Massage des Babybäuchleins.
  • Kümmel-Fenchel-Anis Tee: Statt mit reinem Wasser, kann man die Milchfläschchen mit dem Tee anmischen.
  • Kümmelzäpfchen*: Kann bei sehr schlimmen Beschwerden 1-3x am Tag gegeben werden
  • Lefax*: enthält einen Wirkstoff, der Luftbläschen im Darm zerfallen lässt. Es werden jeweils ein paar Tropfen ins Fläschchen gegeben. Der Wirkstoff gerät nicht in die Blutbahn und wird einfach wieder ausgeschieden.
  • Sab Simplex*:  enthält den selben Wirkstoff wie Lefax und wird auch ähnlich angewandt. Allerdings habe ich es etwas voreilig bestellt, denn nachdem ich gelesen habe, dass es u.a. Himbeer Aroma und Natrium Benzonat enthält, was Allergien auslösen KANN, kam es für mich nicht mehr in Frage und steht nun noch ungeöffnet im Schrank.
  • Paderborner Pupsglobuli: Die Kügelchen enthalten verschiedene homöopathische Wirkstoffe, die gegen Bauchweh/Blähungen helfen sollen. Die Kügelchen werden mit einem Löffel, ca. 10 Minuten vor dem nächsten Fläschchen verabreicht.

Und nun dazu was bei uns geholfen hat: dies fasse ich in einem längeren Fazit zusammen, da nur eine Kombination unterschiedlicher Methoden geholfen hat und es nicht DAS Zaubermittel gegen Koliken gab. Grundlage war die Umstellung auf die Beba Comfort Nahrung, in Kombination mit den BiGaia Tropfen und dazu die Anti Colic Flaschen. Das hat schon mal eine große Erleichterung gebracht (hat allerdings ein paar Tage gedauert)! Besser wurde es ausserdem durch das Anrühren der Comfort Milch mit Kümmel-Fenchel-Anis Tee und die Paderborner Pupsglobuli haben auch ein wenig geholfen. Bei leichten Schmerzen hat die Windsalbe geholfen, bei schlimmen Beschwerden half nur noch das Kümmelzäpfchen.

Das Wichtigste ist natürlich für das Baby da zu sein, die Nähe beruhigt, der Fliegergriff kann Verkrampfungen lösen und die eigene Körperwärme ist natürlich auch gut fürs Babybäuchlein.

Ansonsten: sofern möglich Pausen schaffen, indem man die Familie auch mal machen lässt. Es hilft enorm, wenn die Oma/Tante/Onkel/Opa/Freundin mal eine halbe Stunde/Stunde das schreiende Baby nimmt und spazieren geht, o.ä. Die kleinen Pausen helfen, Kraft zu tanken!

Bevor ihr selbst etwas von den oben angegebenen oder andere Dinge ausprobiert, fragt aber lieber eure Hebamme oder den Kinderarzt – Die kennen eure Situation besser und können euch individuelle Ratschläge geben!

Heute ist klein N. schon fast 7 Monate und die Koliken fast vergessen. Gutes Durchhaltevermögen, falls ihr gerade mitten drin steckt!

1 Kommentar

  1. Tef sagt: Antworten

    Danke meine Liebe! Ich habe mich gefragt ob der Tee bei Babies hilft!!

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